Dos and Don’ts in der PR-Arbeit

Dos:
1. Der Angelpunkt heißt Authentizität: Die Grundlagen jeder erfolgreichen PR-Arbeit sind Ehrlichkeit und Authentizität auf beiden Seiten, jener des Auftraggebers und jener des PR-Beraters. Die objektive, klare Darstellung einer Dienstleistung, eines Produktes oder einer Idee allein ist zu wenig. Der Initiator/Auftraggeber des PR-Beratungsmandats muss von seinem Thema (seiner Dienstleistung etc.) selbst überzeugt und sich damit identifizieren können. In Zweifelsfällen sollte das vom PR-Berater hinterfragt und ins rechte Licht gerückt werden. Steht der Auftraggeber wirklich hinter seinem Unternehmen/seinem Produkt? PR-Arbeit hat so gesehen auch eine Menge mit Coaching zu tun.

2. Objektivität und Kreativität: Ein weiterer zentraler Punkt ist die objektive Darstellung der Fakten des darzustellenden Themas. Dienstleistung und Produkt müssen im Hinblick auf ihre Grundlagen sowie auf ihre Anwendbarkeit/ihren Gebrauch in unterschiedlichen Bereichen/Situationen klar und anschaulich dargestellt werden. Hier ist natürlich die Kreativität des PR-Beraters gefragt, immer wieder neue Themen zu finden und diese attraktiv zu kommunizieren.

3. Kontinuität ist gefragt: Ein wesentlicher Punkt in der PR-Arbeit ist aus meiner Sicht Kontinuität. Mit “Einmal-PR-Aktionen” wird man auf Dauer nicht erfolgreich sein. Laufende Präsenz in den Medien erreicht man nur durch regelmäßigen Kontakt über Aussendungen und im Kontakt mit Journalisten und Multiplikatoren.

 

Don’ts:
1. Werbesprüche verboten: Extrem ungünstig ist es, klassische Werbetexte als PR-Texte zu versenden. Texte, die vor Superlativen und Adjektiven wie „herrlich“, „wunderbar“, „einzigartig“, etc. strotzen sind ein wahrer Graus. Journalisten fühlen sich – mit Recht – durch Zusendungen dieser Art beleidigt und reagieren sauer. Die Aussendung landet im Papierkorb. Energie und Geld sind sinnlos vergeudet worden.

2. Der alte Knigge hatte recht: Der gute Ton und der richtige Umgang mit Menschen sind in jeder Lebenslage wichtig; das gilt für den Umgang mit Journalisten in gleicher Weise. Taktgefühl ist immer gefragt. Hat ein Journalist mal keine Zeit, so sollte man das akzeptieren und fragen, wann er denn Zeit für ein Gespräch hätte. Es gilt, die Individualität der Persönlichkeit zu erkennen und danach die Kommunikation auszurichten.

3. Geografie der Medienlandschaft: Es ist wichtig, die Medienlandschaft genau zu kennen und Medien nicht mit Aussendungen und Informationen zu überfrachten, die für jene vollkommen irrelevant sind. Passiert das, so schafft das ebenfalls Ärger, vor allem dann, wenn der Journalist die verhängnisvolle Frage stellt: “Wissen Sie überhaupt, worüber und für wen wir schreiben?” Also: immer ein Auge auf den Verteiler haben und – speziell bei Tageszeitungen – darauf achten, ob die jeweiligen Journalisten thematisch adäquat versorgt werden.

 

18.10.2016 // Dos and Don’ts in der PR-Arbeit // Anatol Eschelmüller, Senior Consultant bei YIELD Public Relations